Im Verkauf ist so leicht gesagt, dass am Aktienmarkt eine durchschnittliche Rendite von 6% erzielt werden kann, oder welcher Wert auch immer. Es lässt sich mit Sicherheit ein langer Zeitraum finden, in dem das auch der Fall war. Allerdings wird die Rendite für den Anleger mit hoher Wahrscheinlichkeit eben genau nicht exakt 6% sein, schon gar nicht angenehm gleichmäßig wie bei einer festverzinslichen Anlage.
In der Grafik sind deshalb neben dem DAX seit 1959 mehrere gleichmäßige Rendite-Kurven eingezeichnet, welche sich lediglich im Basisjahr unterscheiden, in dem der Jahresendstand des DAX dem Wert der Rendite-Kurve entspricht. Die Kurve von 1959 ist interessanterweise im Jahr 2016 nur geringfügig unterhalb des echten DAX-Stands, wobei sie jedoch bis Mitte der 1990er Jahre darunter lag und anschließend nur in 3 Spitzen darüber.
Alle anderen gewählten Basisjahre verlaufen zwar ähnlich, liegen aber tiefer. Wer 1976 eingestiegen ist, liegt heute deutlich über der 6% Rendite-Kurve, hat also eine deutlich höhere Rendite erzielt. Anhand der Grafik lässt sich daher gut demonstrieren, was es bedeutet, dass Aktien um den fairen Wert schwanken und langfristig immer dahin zurückkehren. Welche Kurve allerdings für fairen Wert geeignet ist musst Du für Dich selbst entscheiden.
Gute Anhaltspunkte dafür sind jedoch immer Hochs und Tiefs. Liegen sämtliche Tiefs über einer Linie, beispielsweise 1976, so halte ich diese Linie mit Sicherheit für zu niedrig. Ebenso liegt eine Linie vermutlich zu hoch, wenn nur wenige Hochs es noch darüber geschafft haben, wie eben die Linie von 1959. Unabhängig davon ist der Schluss gewiss unzweifelhaft, dass aktuell hohe Bewertungen vorliegen. Es ist aus meiner Sicht daher ratsam, die Gewichtung von Aktien in der Vermögensaufteilung für die nächste Zeit gegenüber der langfristigen Planung zu senken, zumal die Rendite unterdurchschnittlich sein wird, wenn die Bewertung zu hoch ist.






