Es kann gar nicht oft genug betont werden, welche Auswirkung Kosten auf die Rendite haben. In der Grafik daher eine ganze Reihe von Linien, welche die Auswirkungen von Ausgabeaufschlägen (AA) und jährlichen Gebühren (JG) deutlich machen.
Während Ausgabeaufschläge die Rendite in den ersten Jahren deutlich verschlechtern wirken jährlichen Gebühren immer gleich. Eine jährliche Gebühr von 0,1% senkt die Rendite eben um 0,1%, egal ob die Investition für 1 Jahr oder 50 Jahre getätigt wird. Ein Ausgabeaufschlag von 2% dagegen senkt die Rendite für ein Jahr um 2%, bei 50 Jahren allerdings nur noch um 0,04%. Ein Ausgabeaufschlag von 5% zusammen mit einer jährlichen Gebühr von 2% senkt eine Rendite von 6% damit auf rund 3,8%, weshalb Publikumsfonds mit solchen Gebühren selten gute Investments sind, zumal Steuern trotzdem noch anfallen.
Als Fazit ist klar aus der Grafik abzulesen: Wenn Du einen Ausgabeaufschlag bezahlst, dann solltest Du eine Anlagedauer von mindestens 10 Jahren haben, damit es sich überhaupt lohnt. Strategiewechsel sind in diesen Fällen besonders teuer, weil dies die Anlagedauer eben verkürzt beziehungsweise erneut Ausgabeaufschläge zu bezahlen sind. Bei den jährlichen Gebühren ist weniger einfach besser, egal wie lange Du planst dabeizubleiben.
Es mag an dieser Stelle vielleicht vernachlässigbar klingen, aber dies ist nicht der Fall. Ein Rendite-Unterschied von 1,2% von 4,7% auf 3,5% reduziert die Zeit zur Verdopplung des Kapitals um 25%, mit entsprechend großer Auswirkung nach einem langen Zeitraum. Wessen Rendite satt im zweistelligen Bereich liegt, der braucht sich nicht um geringe Kosten zu kümmern, wer mit passiven Aktienmarkt-Rendite rechnet allerdings schon. Erstere Gruppe dürfte jedoch überschaubar groß sein, insofern eher der Vollständigkeit halber erwähnt.
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